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Monika Felten
Elfenfeuer

Piper
2004
476 Seiten
€ 10,- [D]


Von Alfred Ohswald am 20.05.2004

  Der dämonische Herrscher An-Rukhbar hat sich die Macht in Thale erkämpft und führt ein grausames Regime. Der letzte von ihm getötete Druide hat ihm die Geburt der Retterin des Landes, seiner Vernichterin prophezeit, deshalb verhindert er zum prophezeiten Zeitpunkt alle Geburten durch seine Magie. Doch die ist nicht allmächtig und so wird Sunnivah, die prophezeite Retterin doch unter dramatischen Umständen geboren und bis zu ihrem Heranwachsen in Sicherheit gebracht.
  Mit sechzehn Jahren wird ihr ihre Aufgabe offenbart und sie begibt sich zuerst in die Lehre einer Heilerin und dann als junge Soldatin in die finstere Festung Nimrod. Dort erfährt sie von ihrer wichtigsten Aufgabe, den von An-Rukhbar gestohlenen Stab der Gütigen Göttin wiederzuerlangen und ihn an einem bestimmten Tag zu einem bestimmten Ort zu bringen.
  Aber schon die Aufgabe, den Stab zu erlangen scheint unmöglich, obwohl sie von einer Kameradin und einer Elfe Unterstützung bekommt. Zu mächtig scheinen An-Rukhbars dukle Diener aus fremden Dimensionen.
 
  Die Geschichte ist nicht unbedingt sonderlich originell und auch die Charaktere fallen nicht gerade durch Vielschichtigkeit auf. Die Guten erkennt man schon bei ihrem ersten Auftauchen als solche und für die Bösewichte, die immerhin zumindest oft Intriganten sind, gilt das Gleiche. Auch bei der Handlung geht’s nicht immer recht glaubwürdig zu, wenn die Heldin und zwei Begleiter z.B. einer Übermacht von übermenschlichen, als extrem mächtig beschriebenen Kämpfern zumindest halbwegs, wenn auch mit Verlusten, auch nur kurze Zeit trotzen können.
  Gut eingebaut in die Handlung hat Monika Felten die beiden Tiere, auch wenn es keine ganz normalen Tiere sind. Vor allem der Riesenalp, als letzter seiner Art, ist ein gelungener Einfall.
  Trotz der beschriebenen Mängel hat Monika Felten eine spannende Geschichte geschaffen, die schließlich auch mit dem Deutschen-Phantastik-Preis 2002 ausgezeichnet wurde. Was aber auch etwas an der geringen Anzahl und der der nicht immer überzeugenden Qualität deutscher Autoren in diesem Genre liegt. „Elfenfeuer“ ist zwar ein nicht unbedingt schlechter Fantasy-Roman, preiswürdig ist er aber deshalb noch lange nicht.
  Obwohl es noch weitere zwei Teile gibt, ist der Roman in sich abgeschlossen.

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