Hauptseite
Rezensionen
Autoren
Themen
Reportagen
Meldungen
Links
Kontakt
Newsletter
Andreas Eschbach
Der Letzte seiner Art

Lübbe
2003
350 Seiten
€ 19,90 [D]


Von Alfred Ohswald am 25.11.2003

  Duane Fitzgerald, ein noch relativ junger US-Soldat im Ruhestand, lebt zurückgezogen im irischen Städtchen Dingle. Aber er war kein normaler Soldat. Im Rahen eines Geheimprojekts wurden er und einige andere Freiwillige zu Soldaten der Zukunft gemacht. In seinem Körper ist eine Menge Hightech eingebaut worden, dass ihn zu einem weit über normale Grenzen hinaus leistungsfähigen Elite-Soldaten macht. Er ist eine Art Superman und ein Cyborg.
  Aber es ging nicht alles problemlos über die Bühne, einige seiner Kameraden starben während der zahlreichen, notwendigen Operationen, andere aufgrund von technischen Defekten. Irgendwann wurde das Programm abgebrochen und die Überlebenden unter strengster Geheimhaltungspflicht und Überwachung in den Ruhestand geschickt.
  Die auftretenden Probleme werden aber mit den Jahren häufiger und Duane hat Hilfe bei einem verschwiegenen Arzt in Dingle gefunden.
  Eines Tages taucht ein Rechtsanwalt auf, der verbissen nach ihm sucht. Er nimmt schließlich Kontakt mit ihm auf und erfährt, dass dieser Anwalt über alles informiert ist. Kurz darauf wird der Anwalt ermordet und als dann auch sein Vertrauensarzt getötet wird und seine Röntgenbilder dabei verschwinden und überall Männer auftauchen, die ihn überwachen, weiß Duane, dass er in Schwierigkeiten steckt. Zuerst vermutet er einen fremden Geheimdienst hinter der Sache, doch es ist weit schlimmer …
 
  Andreas Eschbach hat in dieser Mischung aus Science-Fiction, Wissenschafts- und Politthriller ein recht einleuchtendes Szenario rund um das Thema „Cyborg“, durch Technik verbesserte Menschen, geschaffen. Auch die Beweggründe seiner Figur, sich dieser Veränderung zu unterziehen, sind nachvollziehbar und glaubwürdig, wie überhaupt die Charakterzeichnungen recht geglückt sind.
  Manche von Eschbachs Romanen erinnern von der Thematik an Michael Crichton und das gilt auch „Der Letzte seiner Art“. Allerdings gibt es hier weniger Action und das Szenario wird nicht so weit an die Spitze getrieben, wie z.B. in Crichtons „Beute“. Auch die Technik in „Der Letzte seiner Art“ gibt es noch nicht, aber sie ist der Realität näher.
  Generell steht zwar der Umgang des „Cyborgs“ mit seiner Situation, seinem Leben als Maschinenmensch im Mittelpunkt. Die Spannung kommt deswegen aber nicht zu kurz, es ist auch ein gut gelungener Thriller.
  Wahrscheinlich nicht Eschbachs bester Roman und auch kein sprachliches Feuerwerk, kann sich „Der Letzte seiner Art“ durchaus auch im internationalen Vergleich sehen lassen.

Das Copyright © liegt beim jeweiligen Autor der Kritik. Ohne seine ausdrückliche Zustimmung darf seine Rezension nicht verwendet werden.

Wenn Sie zu diesem Buch auch eine Kritik schreiben wollen, senden Sie diese bitte per eMail. Diese Mail geht an den Betreiber dieser Seite!
Mails an den Autor der Kritik sind nur möglich, wenn dessen Name ein Link ist. Mit dem Link gelangen Sie zum Portrait des Rezensenten, wo meist auch seine eMail-Adresse zu finden ist. Andernfalls ist keine Kontaktaufnahme erwünscht oder möglich.