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Christine Schulz-Reiss
Nachgefragt: Politik
Basiswissen zum Mitreden

Loewe Verlag
2003
144 Seiten


Von Alfred Ohswald am 18.06.2003

  Die Reihe „Nachgefragt“ des Loewe Verlags versucht komplexe Themen für (schon ältere) Kinder und Jugendliche verständlich zu erklären. Darum ist das Buch in großen teilen auch eher im erzählerischen Stil geschrieben. Oft werden Vergleiche aus dem Alltag Jugendlicher zur Verdeutlichung verwendet.
  Neben einem soliden Grundwissen über die Funktionsweise des deutschen Staats, das durchaus in die Tiefe geht, will das Buch auch das aktive Interesse Jugendlicher an Politik fördern. Es beginnt mit einigen kurzen historischen Ereignissen, hauptsächlich zur Zeit der Entstehung der BRD und ihrer Verfassung 1949. Den Hauptteil nehmen aber die Erklärungen zu Struktur, Machtverteilung und Verwaltung der heutigen parlamentarischen Demokratie in Deutschland ein. Eine gleichzeitig komprimierte aber auch sehr ins Detail gehende Zusammenfassung von Staatsbürgerkunde in möglichst leicht verständlicher Form.
 
  Die Bücher des Loewe Verlags sind immer recht ansprechend gestaltet. Hier hat man es aber beim Textlayout einmal zu gut gemeint. Wie oft in Zeitungen und Magazinen, werden einzelne zentrale Passagen fett und rot hervorgehoben. Sonst ist man das von Textstellen gewohnt, die auch im normalen Text verkommen und ignoriert sie beim richtigen Durchlesen. Es sind eine Art Zwischenschlagzeilen, die beim Durchblättern das Interesse des Lesers wecken sollen. Hier sind es allerdings Teile des normalen Textes. Mancher wird vermutlich durch seine üblichen Lesegewohnheiten davon etwas irritiert sein.
  Die Illustrationen von Verena Ballhaus fallen weder positiv noch negativ auf. In einem derartigen Buch fristen sie erwartungsgemäß ein relativ unbeachtetes Dasein an den Seitenrändern. Hier wären Grafiken mit reiner Information (Diagramme u.ä.) sinnvoller gewesen.
  Die Zielgruppe sind wohl eher Jugendliche als Kinder und bei ihnen wäre ein sachlicher Ton bei Interesse wohl mindestens ebenso angekommen. Schulbücher oder auch z.B. Computerbücher sind extrem sachlich formuliert und werden von ihnen auch verstanden. So könnte bei manchen der Eindruck entstehen, von der Autorin als leicht zurückgeblieben behandelt zu werden.
  Insgesamt überwiegt aber trotz dieser Kritikpunkte der positive Eindruck des Buches eindeutig.

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