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P. G. Wodehouse
Alter Adel rostet nicht
(The Code of the Woosters, 1938)

Rowohlt
1997
Übersetzt von Harald Raykowski
267 Seiten
DM 12,90


Von Alfred Ohswald am 09.07.1999

  Der junge Bertie gehört den besten Kreisen Londons an und schlägt sich mit Hilfe seines Butlers Jeeves durch die Hürden des Gesellschaftslebens. Der Ehemann seiner geschätzten Tante Dahlia ist ein leidenschaftliche Sammler alten Silbers und Bertie soll in ihrem Auftrag einige Abschätzige Bemerkungen über ein Stück in einem Laden machen um dessen Preis zu drücken. Dort trifft er auf den pensionierten Richter Basset, mit dem er einst eine unerfreuliche Begegnung vor Gericht hatte und der ebenfalls Sammler ist und ein Auge auf das Stück geworfen hat. Die Begegnung nimmt einen unerfreulichen Ausgang und Bertie sieht sich gezwungen, das Weite zu suchen.
  Zu Hause angelangt, erwarten ihn Telegramme seines ihn um Hilfe bittenden Freundes Gussie, der im Begriff war die Tochter eben dieses Basset zu heiraten, und in Schwierigkeiten ist. So macht er sich auf den Weg zu Bassets Landsitz, zu allem Übel noch von seiner Tante beauftragt, das anfangs erwähnte Silberstück dort zu entwenden. Mißverständnisse und Frauenwünsche stürzen ihn dort in ein sich immer weiter ausweitendes Chaos.
 
  Das Buch ist ein typischer Vertreter des englischen Humors. Weit nicht so bösartig wie zum Beispiel Tom Sharpe aber auch mit den gewohnten kuriosen Figuren und den Dialogen, den man beim lesen fast die geschraubte, distanzierte britische Sprechweise der dortigen Oberschicht anhört. Der Roman gehört zwar nicht zur absoluten Spitze in seinem Genre, was vielleicht auch mit seiner Entstehungszeit zu tun hat, liegt aber knapp dahinter. Die an ständigen überraschenden Wendungen reiche Handlung und noch mehr die herrlichen Dialoge reizen die Gesichtsmuskeln immer wieder zu einem Schmunzeln.

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