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B. Traven
Der Marsch ins Reich der Caoba

Diogenes
1994
304 Seiten
€ 8,90 [D]


Von Alfred Ohswald am 14.11.2002

  Ein weiterer Roman Travens über die Zustände in den Monterias, den Holzfällerlagern im Dschungel zum Schlägern der Mahagonibäume in Mexiko. In diesem Fall liegt der Schwerpunkt beim Beschreiben der Methoden, wie die indianischen Kontraktarbeiter mit allen Tricks, oft gegen ihren Willen, angeheuert werden und den Schwierigkeiten des Marsches zu den Lagern.
  Die Hauptfiguren sind die beiden Indios Celso und Andres, die auch in anderen Monterias-Romanen eine Rolle spielten. Andres, der Lesen und Schreiben kann, ist eher der ruhige Denker. Celso ist impulsiver, aber auch erfahren und trickreich. Doch gegen die Methoden der Agenten, die ihr Geld mit dem Anheuern der Arbeiter verdienen, sind sie letztendlich machtlos. So gelingt es Celso bei aller Schlauheit nicht, das nötige Geld für seine Aussteuer aufzubringen. Selbst als er es nach zwei Jahren Arbeit auf einer Monteria beisammen hat, hat er keine Chance, dem Agenten zu entkommen.
  Traven berücksichtigt aber auch den Blickwinkel der Agenten, die auch gezwungen sind, sich irgendwie ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Mahagoniholz wächst nun mal nur mitten im Dschungel und dort herrschen selbst bei humanen Chefs unmenschliche Bedingungen. Und solche sind sehr selten, weil sich oft nur zwielichtige Geschäftsleute selbst in den Dschungel wagen, um eine Monteria zu betreiben. Die indianischen Arbeiter müssen dabei, als letzte auf der sozialen Leiter, die schlimmsten Zustände ertragen.

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