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Erich Sokol
Fern-Sehen

Ueberreuter
2002


Von Alfred Ohswald am 13.11.2002

  In seinem neuen Karikaturen-Band präsentiert Erich Sokol, ein österreichische Altmeister in seinem Fach, die österreichische „Fernsehanstalt“ ORF. Einst war er dort Chefgrafiker und Art Director und Schöpfer des früheren (und, unter uns gesagt, eindeutig originelleren und schlicht schöneren) ORF-Logos der beiden roten, ineinander liegenden roten „O“ auf silbernen Hintergrund.
  Dadurch ist er natürlich ein intimer Kenner des Senders und der damit verbundenen Personen. So ist es nicht überraschend, dass, neben älteren Karikaturen zu Geschichte und den zahllosen politischen Ränkespielen rund um den ORF, Portraits bekannter Persönlichkeiten aus diesem Umfeld einen großen Raum in dem Buch einnehmen. ORF-Direktoren sind dabei ebenso vertreten, wie legendäre Fernsehstars. Personen, die den ORF besonders nachhaltig geprägt haben, wie z.B. Gerd Bacher oder Karl Farkas, sind gleich öfter von der unverkennbaren Feder des Meisters aufs Korn genommen worden. Insgesamt sind über 150 Karikaturen von seinen frühen Jahren bei der AZ bis zur schwarz-blauen Regierung in dem Buch enthalten.
  Sokols Karikaturen sind selten vordergründig aggressiv oder verletzend. Die Seitenhiebe sind oft gut verschlüsselt und darum selbst für Österreicher nur erkennbar, wenn sie gut über die Hintergründe bescheid wissen. Diese farbigen Bilder mit ihren weichen Linien täuschen oft eine Harmlosigkeit vor, die es faustdick hinter den Ohren hat.
  Sokol scheint ihm sympathische Menschen bevorzugt zu portraitieren und zeigt ihre Marotten mit einem Augenzwinkern. An den Prager stellen ist nicht seine Art.

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