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Egyd Gstättner
Herzmanovskys kleiner Bruder
und andere Geschichten von Künstlern, Müßiggängern und Abenteurern

Amalthea
1999
240 Seiten


Von Alfred Ohswald am 25.10.2002

  Die Texte Gstättners in „Herzmanovskys kleiner Bruder“ bieten einen ziemlich guten Querschnitt zu seinen Themen, nur politische Kommentare sind nicht vertreten. Sonst ist aber die ganze Spannbreite von der aktuellen Satire über Erlebnisse bis zur Erzählung alles vertreten.
  Zuerst wird die österreichische Literatur aufs Korn genommen, Thomas Bernhard darf dabei natürlich nicht fehlen und das für den Titel verantwortliche „Aus Herzmanovskys Tagebüchern“ findet sich ebenfalls hier.
  Im nächsten Teil geht’s hauptsächlich mehr autobiografisch zu. Jugenderinnerungen, ein Rückblick auf das Wendejahr 1989 und ein Ausblick auf die Jahrtausendwende gehören hierher, nur „Fitness for Europe, naja“ kommentiert die EU und Österreich bei gescheiterten Versuchen, an der Endrunde der Fußballeuropameisterschaft teilzunehmen, weniger aus persönlicher Sicht.
  Im dritten Tel folgen einige Berichte und Erzählungen über Gstättners Abenteuer bei Lesungen. Hier dominiert der Humor, aber es gibt auch schwermütiges in Sachen Liebe.
  Im letzten Teil finden sich schließlich noch sieben Erzählungen. Der Höhepunkt für den Leser, der es bis hierher geschafft hat, sozusagen.
  Die thematische Reihenfolge ist vielleicht nicht recht glücklich gewählt. Leser, die bei österreichischen Autoren nicht fit sind, werden sich vielleicht von den ersten beiden Texten abschrecken lassen. Wer die Möglichkeit hat, das Buch vor dem Kauf anzulesen, sollte vielleicht die Erzählung „Hiob. Oder: Stilleben mit Handgranate“ und eine der Geschichten zu Lesungen lesen.

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