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Terry Pratchett
Der Zeitdieb
(The Thief of Time, 2001)

Manhattan
2002
Übersetzt von Andreas Brandhorst
379 Seiten
€ 19,90 [D]


Von Alfred Ohswald am 21.10.2002

  Jeremy ist Uhrmacher, ein überaus geschickter Uhrmacher. Eines Tages bekommt er von einer seltsamen Frau den Auftrag, eine sehr genaue Uhr zu bauen. Den perfekten Zeitmesser, der ewig genau bleibt. Aber die Sache hat einen Hacken, wenn diese Uhr in Betrieb genommen wird, bleibt die Zeit im gesamten Universum stehen. Und das ist die Absicht der geheimnisvollen Auftraggeber.
  Doch es gibt Leute, die das bevorstehende Ende ahnen und zu verhindern versuchen. Da ist einmal Tod, der seine Enkelin Susanne bittet, sich darum zu kümmern.
  Und da ist der Keherer Lu-Tze im geheimnisumwitterten Kloster der Geschichtsmönche. Lu-Tze hat einen legendären Ruf und bekommt einen ungewöhnlich talentierten Novizen zugeteilt, mit dem die Mönche nicht zurecht kommen. Zusammen machen sie sich auf den weg nach Ankh-Morpork, wo die unheilvolle Uhr kurz vor der Fertigstellung ist.
 
  „Der Zeitdieb” gehört nicht zu den humorvollsten Romanen Pratchetts, obwohl er natürlich auch nicht ganz fehlt. Aber der Schwerpunkt liegt bei mehr hintergründigen Anspielungen. Besonders beim ZEN-Verschnitt des „Kehrers“ Lu-Tze macht sich das stark bemerkbar. Hier parodiert Pratchett gründlich die östlichen Weisheitslehren, aber nicht ohne eine gewissen Sympathie. Er ist eine neue Figur im Scheibenwelt-Universum und es ist zu hoffen, dass man ihm in späteren Romanen Pratchetts wieder begegnet.
  Der Roman läuft gleichzeitig auf mehreren Handlungssträngen, bei denen von Anfang an klar ist, dass sie am Ende zueinander finden werden. Kein typischer Scheibenweltroman, aber auch nichts wirklich völlig Anderes.
  „Der Zeitdieb” ist für Leser, die Pratchett noch nicht kennen, eher nicht der richtige Einstieg in die Scheibenwelt-Reihe. Hier beginnt man besser mit „Das Licht der Magie“ und „Die Farben der Magie“.

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