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Hubert Straßl & Fantasy Club E. V. (Hrsg.)
Magira
Jahrbuch zur Fantasy 2001

BoD
2001
210 Seiten


Von Alfred Ohswald am 28.03.2002

  Verschiedene Autoren steuern hier Beiträge und 3 Kurzgeschichten zu einem Rückblick auf die 90er-Jahre in Film und Literatur des Fantasy-Genres bei. In einigen Fällen wird auch etwas vorausgeblickt, wie im Artikel zur Verfilmung von „Der Herr der Ringe“.
 
  Nach Vor- und Geleitwort gibt es den ersten Artikel zum 60. Geburtstag von Hubert Straßl, dem Herausgeber. Hermann Ritter ist der Autors dieses Beitrags über den alten Haudegen in der deutschsprachigen Fantasy-Fanszene.
  Es folgen Beiträge von Herman Urbanek über die wichtigen Fantasy-Bücher der 90er-Jahre und je einer von Dirk van den Boom und Klaus N. Frick über die zahlreichen Neuauflagen alter Heftserien in Buchform. Zur Heftromanreihe „Demonworld“ gibt es dann einen eigenen Artikel von Erik Schreiber und ein Interview mit dem Autor Ulrich Drees.
  In zwei Abschnitten sind Rezensionen zu aktuellen Büchern aufgeteilt. Hier sind vor allem die Kritiken von Manfred Roth positiv hervorzuheben. Er nennt den in diesem Genre leider nicht unbedingt seltenen Schrott beim Namen.
  Der unvermeidliche Harry Potter wird in zwei Artikeln gewürdigt bzw. kritisch beleuchtet. Wobei der sonst interessante kritische Artikel leider nicht auf Harry Potter als „Einstiegsdroge“ zum Lesen eingeht.
  Zwei Kurzgeschichten gibt es auch und eine Hommage an Neil Gaimans „The Book of Magic“. Sie stammt von Jens Scholz. Gut gelungen sind „Der Engel des Herrn“, eine fantastische Kreuzfahrer-Story von Helmut W. Pesch und das nicht unwitzige „Existenzen“ von Andrea Diener ist nicht übel gelungen.
  Nach der Kurzgeschichte „The Book of Magic“ ist ein Interview mit Neil Gaiman abgegruckt und nach einem Artikel zu „Die Königreiche Gottes“ von Paul Kearney gibt es auch mit ihm ein Interview.
  Ein kurzer aber sehr nützlicher Artikel zu den Conan-Büchern von Klaus Erichsen bewahrt vor endtäuschenden Leseerlebnissen.
  Volkmar Kuhnle schreibt etwas zur mageren Bilanz von Fantasyfilmen in den 90ern.
  Zwei Artikel behandeln Tolkiens „Der Herr der Ringe“. Weil der Film bei Entstehung des Artikels noch weit vom Kinostart entfernt war, konnte Stefan Holzhauer nur eine Vorschau schreiben. Konkreter wird der Vorsitzende der Tolkiengesellschaft Marcel Büllers, wenn es um die Qualität der Neuübersetzung des „Herr der Ringe“ durch Wolfgang Krege geht. Er zitiert in zahlreiche Meinungen das Für und Wider. Fazit bleibt aber ziemlich eindeutig, dass die alte Übersetzung von Margaret Carroux vorzuziehen ist.
  Abschließend schrieb Michael Scheuch noch etwas zur Titelbild-Illustratorin Stephanie Pui-Mun Law.
 
  Insgesamt eine gelungene Mischung rund um das Genre. Interessierte und Fans finden eine Menge Anregungen, was ja schließlich eines der wichtigsten Ziele des Buches sein dürfte.

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