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Heiner Uber / Papu Pramod Mondhe
Weltschlangen - Schlangenwelten
Auf den Spuren eines Reptils durch Mythos und Magie

Frederking & Thaler
2002
184 Seiten
€ 40,- [D]


Von Alfred Ohswald am 15.03.2002

  Der erste Eindruck ist ein großformatiger Fotoband über Schlangen, der zweite Eindruck der eines esoterisch angehauchten Buches. Beide sind nicht richtig. Der Autor Heiner Uber geht zusammen mit dem Fotografen Mondhe verschiedensten Mythen und Traditionen über Schlangen nach. Dabei bereist er mit Ausnahme Australiens jeden Kontinent, Schlangenbeschwörer im arabischen Norden Afrikas, natürlich Indien, Süd-, Mittel- und Nordamerika, Hongkong und Italien. Dabei berichtet er von den unterschiedlichsten Traditionen, oft religiös motivierte, aus weit vergangenen Zeiten und Kulturen stammenden Rituale oder auch das abstoßende Schlangenschlachten in manchen texanischen Ortschaften.
  In der Mitte des Buches ist ein separater Teil verschiedenen Mythen rund um Schlangen gewidmet. Angesichts der umfangreichen Information beschreibt Uber knapp aber informativ die Rolle der Schlange in fast allen Schöpfungsmythen und alten Religionen.
 
  Die Berichte sind meist nicht allzu ausführlich geschrieben und beschränken sich jeweils auf einige Tage Aufenthalt an den jeweiligen Orten. Manchmal, wie bei den Schlangenbeschwörern in Marrakesch oder dem Auflauf von gläubigen Einheimischen, Touristen und esoterischen Spinner zur Sonnwende bei der Pyramide von Chichén Itzá, gelingt es ihm sehr gut, die Menschen und ihre Eigenheiten einzufangen.
  Die Bilder des Fotografen Mondhe sind zum Teil für einen so aufwändig gestalteten Band schlicht zu schlecht. Er scheint massive Probleme bei vielen bewegten Szenen gehabt zu haben. Dabei sind ihm Bilder oft sehr verschwommen geraten. Bei einem Buch im Normalformat mit dementsprechend niedrigerem Preis würde das schon unangenehm auffallen, um so ärgerlicher ist es bei diesem Buch.
  Trotzdem ist das Buch für am Thema wirklich interessierte nicht unbedingt ein schlechter Kauf.

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