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Isaac Asimov
Das galaktische Imperium
(Robots and Empire, 1985)

Heyne
1997
Übersetzt von Heinz Nagel
540 Seiten
DM 24,90 öS 182,-


Von Alfred Ohswald am 21.06.1999

  Vor vielen Jahrhunderten haben Menschen fremde Planeten besiedelt und sich von der Erde losgesagt. Diese sogenannten "Spacer" haben die irdischen Krankheiten besiegt und sind dadurch und durch verschiedene andere Mittel in der Lage, viel älter als die Menschen auf der Erde zu werden. Sie leben mit Hilfe ihrer Roboter bequem und sicher auf ihren relativ dünn besiedelten Welten. Auf der dichtbevölkerten und technisch gegenüber den Spacern rückständigen Erde leben die Menschen in überdachten riesigen Citys. Schließlich kam es zu einer weiteren Besiedlungswelle in den Weltraum durch die Erde und die Spacer sehen sich in ihrer Vormachtstellung bedroht. Der einflußreiche Politiker Amadiro auf der führenden Spacer-Welt Aurora versuch die Erde und ihre neuen Siedler mit allen Mitteln zurückzudrängen. Die geborene Solariarin Cladia lebt seit über 200 Jahren, davon die meiste Zeit auf Aurora. Sie hat die zwei Roboter Daneel und Giskard von einem verstorbenen Freund geerbt, und lebt ruhig und zurückgezogen. Diese beiden Robotern sind etwas Außergewöhnliches, Daneel ist einer der wenigen sehr menschlich aussehenden Roboter und Giskard ist in der Lage die Emotionen von Menschen mittels einer Art Telepathie zu erkennen und zu einem gewissen Grad zu beeinflussen, wovon aber außer Daneel niemand etwas weiß.
  Als auf Aurora die Nachricht eintrifft, daß die Spacer-Welt Solaria anscheinend von ihren Bewohnern verlassen wurde, ohne zu wissen wohin, sind die führenden Kräfte nur leicht beunruhigt. Auch als zwei Raumschiffe von Händlern der Siedlerwelten dort zerstört werde, ist das kein Grund zu übermäßiger Aufregung. Und als ein Händler auf Aurora landet, und die ehemalige Solarianerin Cladia bittet, mit ihr zu dieser Welt zu reisen, um die Ursache für die Zerstörung der beiden Raumschiffe herauszufinden, erlauben sie es ihr, um auch selbst etwas darüber zu erfahren. Cladia nimmt ihre zwei Roboter mit auf die Reise und kann auf Solaria mit ihrer Hilfe knapp die Zerstörung ihres Raumschiffes durch eine neuartige Waffe und umprogrammierte Roboter verhindern. Der Kapitän des Siedlerschiffes nimmt sie und die Waffe auf seine Welt mit, wo sie als Heldin empfangen wird und alle doch noch bestehenden Ressentiments mit einer brillanten Rede verschwinden läßt. Inzwischen kommt Amadiro auf Aurora mit Hilfe eines jungen und ehrgeizigen Mannes zu einem Plan, die Erde selbst auf lange Sicht zu zerstören. Bald darauf erfährt er von den ungewöhnlichen Eigenschaften des Roboters Giskard und versucht alles ihm Mögliche, ihn in seine Hände zu bekommen oder ihn zu zerstören, weil er befürchtet, daß dieser seine Pläne verhindern könnte. Nach einigen Wirrnissen kommt es zum Showdown auf der Erde.
 
  Dieser Roman ist kein Science Fiction-Krimi wie seine Vorgänger. Cladia und die beiden Roboter zusammen sind die Hauptprotagonist und führen die Handlung aus getrennten Blickwinkeln voran. Neben der gewohnt guten Schilderung der Persönlichkeiten, hat das Buch eine vielschichtige und komplexe Handlung, von der ein Teil aber am Ende noch nicht aufgeklärt wird. "Das galaktische Imperium" ist auch etwas temporeicher, als zum Beispiel sein Vorgänger "Aufbruch zu den Sternen" und auch zu seinem Vorteil etwas weniger Dialoglastig.

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