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Interview mit Rudolf Kraus


Rudolf Kraus

  Rudolf Kraus wurde 1961 in Wiener Neustadt geboren, wuchs in Bad Fischau-Brunn (Niederösterreich) auf und lebt heute in Wien.
  Neben zahlreichen Veröffentlichungen von Lyrik, Prosa, Essays, Reportagen, Literaturkritiken usw. in verschiedenen Anthologien, Zeitungen, Magazinen und sonstigen Medien veröffentlichte er den Prosaband "Der Lykanthrop der Erinnerung" und die Lyrikbände "ich bin mein treuer killer" und "die sinne verwildert".

  Herr Kraus, Ihre Prosa scheint nahe verwandt mit Lyrik. Ist ihnen diese Art des Schreibens näher als die normale Erzählung?

  Ja, absolut. Mir ist die Sprache, das Wort viel näher als die Erzählung. Viele meiner ersten Texte sind aus dem Spiel mit der Sprache entstanden. Plötzlich stand dann ein Aphorismus oder eine poetische Essenz im Raum, unvermutet und oft spontan.

  Wollen Sie der "Kurzstrecke" treu bleiben oder sich auch irgendwann an einen Roman "heranwagen"?

  Die Kürze ist irgendwo mein Lebensmotto. Kurz, prägnant, nicht um den Brei herumredend. Ich habe mich vor einigen Jahren mit dem Versuch einer längeren Erzählung herumgeplagt, habe einen Plot entworfen und jahrelang unregelmäßig daran weitergeschrieben, bis ich es verworfen habe. Vielleicht gibt es einmal einen "Altersroman", aber ich sehe mich selbst in erster Linie als Lyriker.

  Ihre Texte über das Leben und Aufwachsen am Land erscheinen sehr autobiographisch. Manche Dinge, wie die Bedeutung eines eigenen Fortbewegungsmittels und des Führerscheins für Jugendliche am Land, würden vermutlich einem in der Stadt aufgewachsenen Autor nicht so klar auffallen. Täuscht dieser Eindruck?

  Der Eindruck täuscht nicht, in meinen Kurzgeschichten sind autobiographische Details eingearbeitet, aber meistens ist die Fiktion Ausgangspunkt und Rahmen zugleich. In der Literatur gibt es aber meines Erachtens nach nur Texte, die autobiographisch gefärbt sind, sieht man von den reinen Textversuchen der Gruppen OuLiPo und Tel Quel in Frankreich in den 60er Jahren ab.

  Ihr Text zu Nostradamus u.a. lassen die Vermutung aufkommen, dass Sie sich mit esoterischen Themen auseinandersetzen. In welchem Bereich liegen da Ihre Interessen?

  Meine Interessen liegen weniger im esoterischen Bereich als in den dunklen, oft unbekannten Gebieten der Mythologie, Religion und Parapsychologie (unter anderem). Ich würde sagen, ich bin ein bekennender Romantiker mit Hang zur dunklen Seite.

  Herzlichen Dank, Herr Kraus! Und viel Erfolg für Ihre zukünftigen Projekte!

Von Alfred Ohswald am 17. 1. 2003

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